Bruno und Maria Anna – die gemeinsamen Jahre

1965
Bruno und Maria Anna lernen sich kennen.
Maria ist noch nicht zwanzig.

Ab 1966
Berufliche Zusammenarbeit von Bruno und Maria Anna:
Auf Wunsch von Bruno gibt Maria Anna ihre Ausbildung als Keramikerin auf, um mit Bruno gemeinsam zu arbeiten.Um das Haus, stehen nur die ersten Säulen, noch nichts im Park. Maria bereitet Lehm zu, hilft auftragen, stampft den Beton, einen Vibrator können sich die beiden noch nicht leisten. Sämtliches Baumaterial führt Maria Anna zuerst im Opel Kadett, dann im VW Bus nach Hause. (Später wird der Zement von der Holcim zugestellt.) Zusammen mit Bruno nagelt Maria Anna die ‚Nut- und Kammbretter‘ für die Zimmerdecke in der ‚Stube‘ (heute Büro). Sie legt den B’setziplatz vor dem Haus bis zum Tor. Bruno modelliert die Drachengeländer für den ersten Stock, Maria setzt die ‚Noppen‘ und modelliert das was man ‚nicht sieht‘ – die Löcher. Erste Kunststoffarbeiten gemeinsam mit Bruno, die Schlangenrutschbahn und den 3m hohe Eulenspiegel (im Atelier), sowie die Aussenwand des Pavillons. Längere Zeit selbständig weitere Abformungen von Brunos Skulpturen. Die Wienereule wird von zwei Mitarbeitern und Maria Anna in Kunststoff handlaminiert abgeformt (über eine Tonne Polyester wird verarbeitet). Den Mosaikboden im Essraum mit dem Labyrinth legt sie nach eigenem Entwurf.

1966 – 1992
Maria Annas weitere Funktionen sind:
·     Gastgeberin: für Freunde, Kunden, Gönner, Journalisten, etc..
·     „Sekretärin“: Maria Anna schreibt für Bruno die Offerten, macht Gesuche für Werkbeiträge, Gesuche für Druckkostenbeiträge beim ersten, wie auch beim dritten Buch, erledigt Büroarbeiten, das PR, fotografiert viele der Werke von Bruno, Fotos, die im ersten Buch erschienen. Zusammenarbeit mit dem Benteli Verlag beim zweiten Buch.
·     Managerin: für Bruno und seine Werke

·     Ab 1972: Mutter von Zwillingsstöchtern und Managerin eines ‚grossen‘ Haushalts.
Der Aufgaben waren viele, so dass ich immer wieder einen Spagat zwischen Mutter sein und Geschäftsfrau machen musste.

ab 1969 Alle Honorare von Aufträgen werden ins Weiterbauen investiert
(von Tantris in München, Üetliberg, Sevilla, Schlangenbrücke in Klingnau, Säulenkapitelle Aula Nussbaumen, u.a.m..)
1972
Geburt der beiden Töchter, Mireille und Rebecca
1972
Bruno und Maria Anna leisten sich den ersten Mitarbeiter:
Beim Bau des Turms ist ein Mann beim Betonmischer, Bruno am Betonieren auf dem Gerüst und Maria an der Betonmaschine.
1973 – 1992
Alle Mitarbeiter erhalten Kost und Logis bei Webers,

damit die Löhne niedrig gehalten werden können.
1973 – 1990
Zeit der „Anfeindung“ an Brunos künstlerischem Werk:

Maria Anna unterstützt ihren Mann in dieser harten Zeit immer wieder mit ihrem starken Glauben an die Wichtigkeit und Bedeutung seines Werkes.

Bruno betont später wie wesentlich und wertvoll und notwendig diese Unterstützung  war. Bruno will jeweils die Meinung von Maria Anna bezüglich seinen Entwürfen und Ideen hören.
1976
Finanzielle Unterstützung:

Das Erbe, sowie vorhergehende finanzielle Zuschüsse (ihrer Eltern) von Maria, eine Viertelmillion, investiert sie in das Gesamtwerk.
1979 – 1981
Ausstellungen:

Aargauer Kunsthaus, Aarau (1979)

Schweizerische Plastikausstellung, Biel (1980)
1989
Kontakt zu Harald Szeemann:

Es gelingt Maria Anna, den Kontakt zu Harald Szeemann herzustellen. Maria bringt Bruno die Nachricht auf die Baustelle und  liest sie ihm vor. Er sagt: „Du strahlst, als hättest Du eine Million gewonnen!“  Aus diesem Kontakt entstand der Auftrag für die Weltausstellung in Sevilla.
1990
Gründung der Stiftung

durch den Stifter Bruno Weber und Maria Anna Weber und Heidi Weber (Erbauerin des Corbusier Museeums, Zürich).
1991 – 1994
Ausstellungen:

„Bildnis des Menschen unserer Zeit“, Säckingen und Nürnberg (1981)

„Visionäre Schweiz“, Kunsthaus Zürich (1991)

Weltausstellung in Sevilla (1992)

„Visionäre Schweiz“, Reina Sofia, Madrid (1992)

„Phantastische Kunst“, Kulturzentrum Zitadelle, Venedig (1994)
1994 – 1997
Beim Bau der Flügelhunde beschäftigen die beiden fünf Mitarbeiter,

dies ohne Gönnerbeiträge; mit Eigenkredit.
1995 – 1997
Ausstellungen:

Seedamm Kulturzentrum, Pfäffikon (1995)

„Na-Tour 97“ Skulpturenweg, Hitzkirch (1997)
1998
Bruno erhält von der Winterthurer Versicherung ein interessantes und lukratives Angebot:

Die Versicherung investiert 24 Millionen für alle Projekte, auch zweiter Turm, Übernahme aller notwendigen Restaurationen. Dies auf joint venture Basis. (Damalige Schätzung für das Gesamtkunstwerk: 24 Millionen.)

Verhandlungen mit dem damaligen Finanzchef Herrn Heri sind im Gang.

Bruno lehnt ab, denn ihm ist wichtig, dass das Werk der Familie erhalten bleibt.
1999 – 2001
Ausstellungen:

Einzelausstellungen im „down-town“ Bahnhof Stadelhofen, Zürich  (1995)

Skulpturenaussstellung, Kulturpalast Reineck (2001)
2004
Maria Annas Initiative für Gönnerbeiträge für Wassergarten:

Maria Anna weiss, sie der Kanton Aargau muss als Gönner gewonnen werden.

Maria Anna schlägt dem damaligen Stiftungsrat, unter dem Stiftungspräsidenten HP Ming André Hofer (Kulturmanager) vor, ihn für die Gönnersuche anzustellen, obwohl die Stiftung wenig Geld hat. André Hofer bringt die SFR 600‘000 vom Kanton Aargau ein. Ebenso stellt er an den Kanton Zürich ein Gesuch.
2005
2. Anlauf von Maria Anna betreffend Gönnerbeitrag

an den Kanton Aargau, da das Gesuch 1 ½ Jahre unbeantwortet blieb.
2005
Kanton Aargau leistet Gönnerbeitrag:

Die Anfrage an Grossrat Ruedi Kalt ermöglicht den Kontakt zu Roland Brogli.

Fazit: einige Wochen später, Weihnacht 2005, erhalten wir die Zusage: SFR 600‘000.– für den Wassergarten.
2005
Gönnerbeitrag durch Kanton Zürich:

Ein Förderer von Bruno, Dr. Markus Notter, setzt sich ein für einen Gönnerbeitrag vom Kanton Zürich.
2006
Beginn des Baus des Sockelgeschosses mit dem Wassergartensaal.
2009 – 2010
Lösung betreffend Familienbesitz / Stiftungsbesitz:

Wassergarten geht an Stiftung, das weitere bleibt in der Familie. Bruno stimmt dem Vorschlag zu. Die Auflage des Kantons Aargau ist erfüllt.
2009
Bau der Kanalisation und dessen Stopp:

Die Stiftung 2009 beschliesst die Kanalisation in Auftrag zu geben. Trotz der eingeholten Offerten und Auftragserteilungen an die Firmen, bestimmt die Mehrheit der Stiftungsräte den Bau der Kanalisation nicht durchzuführen.

Maria Annas Anträge betreffend der Dringlichkeit der Fertigstellung des Wassergartens (und somit auch der Kanalisation) als finanzielle Stütze des Parks, werden nicht berücksichtigt.
Ab 2010
Innenausbau des Wassergartensaals:

Maria Annas Wirken konzentriert sich auf den Innenausbau des Wassergartensaals. In ihrem Konzept führt sie Brunos Handschrift fort. Bruno begibt sich trotz seinem schlechter werdendenden Zustand täglich auf diese Baustelle und gibt sein ‚Gut zum Ausführen‘, oder verlangt Aenderungen.

Die Kreise um die Sonnen sind eine wesentliche Idee von Mireille, sowie weitere Aspekte der Gestaltung.

Jimmy, Gabi, Nelly und Suleika führen die Arbeiten mit grossem Engagement aus, jeweils in Absprache mit Maria Anna. Den Pfauen, die Bruno liebt, sind in den Nebenräumen ein prägendes Motiv.
2010
Brunos Gesundheit und Werbung:

Wegen der Veränderung des Gesundheitszustandes von Bruno ist Maria Anna darauf bedacht, dass TV-Beiträge und Interviews mit Journalisten für Zeitungen, zwar noch möglich sind, aber auf den Umstand Rücksicht genommen wird.
2011
Bruno feiert seinen 80. Geburtstag!

Durch die Initiative von Maria Anna wird möglich, dass die Feier und Übergabe des Kulturpreises im Stadthaus von Dietikon an Brunos 80. Geburtstag stattfinden kann.

Maria Anna plant, dass das Buch über Brunos Gesamtwerk „Bruno Weber – die Kraft der Fantasie“ ihm an seinem Geburtstag überreicht werden kann. Leider dauert die Erstellung etwas länger.
Okt. 2011
Erscheinen des Buches über Brunos Gesamtwerk  „Bruno Weber – die Kraft der Fantasie“:

Kurz vor seinem Tod kann Bruno das erste Exemplar seines Buches in die Hand nehmen. Seine Freude ist gross.

News

Bruno Weber Park

Adresse:
Weinrebe 3
CH-8953 Dietikon

Öffnungszeiten:
Mittwoch, Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
an Feiertagen