Bruno Webers Werk

„In seinem Gesamtkunstwerk zeigt Bruno Weber, dass der Künstler, wenn er seine ureigenste Aufgabe übernimmt und erfüllt, dem Menschen wieder das bieten kann, was in den Epochen der Kultur immer ein zentrales Anliegen der Gesellschaft war: Kunst als Lebensraum.“

Prof. Ernst Fuchs, Kunstmaler, Wien (1930–2015)

Bis Ende der 60’er Jahre war die Malerei zentrales Ausdrucksmittel in Bruno Webers Schaffen – seine wichtigen Werke entstanden in Öl, daneben gab es zahlreiche Grafiken, Aquarelle und unzählige Zeichnungen.

Thematisch setzte er sich in einer frühen ersten Phase mit der ihn umgebenden Landschaft des Limmattals, Schweizer Seen und Bergdörfern sowie Eindrücken seiner Reisen u.a. nach Italien und Griechenland auseinander. Daneben entstanden viele Portraits von Kindern und Bekannten sowie Selbstportraits, u.a. auch der ‚Eulenspiegel‘ als Selbstbildnis.

Mit der Zeit wurden diese realistischen Sujets immer mehr von mythologischen Themen abgelöst – wichtige Werke aus dieser Phase sind z.B.  ‚Landschaften mit dem Pan‘, ‚Das Mädchen und der Tod‘, ‚Sommernachtstraum‘ oder ‚Der Totentanz‘.

1962 bis 1964 befasste Weber sich mit dem Bau am Atelier.

Noch einmal gab es einen Wandel in der bildnerischen Ausdrucksweise Webers – seine Werke wurden immer surrealer, phantastischer und können als eine Art von Überleitung, hin zu seinem dreidimensionalen Schaffen, betrachtet werden. ‚Der Augenmensch‘, ‚Der Mundmensch‘, ‚Die Fülle‘, ‚Die Leere‘ und ‚Surreale Landschaften‘ sind einige davon.

 

„Es war 1968, als in Paris die Studenten auf die Strasse gingen und die „Revolution der Phantasie“ ausriefen. Die Wurzeln meiner Vision eines Gesamtkunstwerkes reichen in diese Zeit zurück“.

Von da an steht für den Künstler der Bau des Bruno Weber Parks im Zentrum seines Schaffens und sicherlich auch seines Lebenswerks. Parallel entstanden bis 1975 noch einige seiner bildnerischen Hauptwerke.

Zahlreiche weitere Werke entstanden im öffentlichen Raum oder Privatbesitz, deren Honorare alle wieder in den Weiterbau des Parks investiert wurden. Speziell hervorzuheben sind hierbei das Restaurant Tantris in München, die Menschen-Eule an der Fassade der Bibliothek der technischen Universität in Wien, die Schlangenbrücke in Klingnau, der Eulenkreisel in Widen, das Mammut im Paul Scherrer Institut Villigen, die Säulenkapitelle der Aula in Nussbaumen, sowie die Platzgestaltung auf dem Uetliberg.

Zusätzlich wurde 2006, anlässlich des 75. Geburtstages des Künstlers, in den beiden Gemeinden Dietikon und Spreitenbach ein Skulpturenweg mit seinen Skulpturen eingeweiht, der beginnend beim Bahnhof in Dietikon, die Fussgänger zum Bruno Weber Park hinführt.

Die Unabhängigkeit in der Kreation sowie der Erhalt des Bruno Weber Parks im Familienbesitz waren Bruno Weber immer wichtig – so lehnt er mehrmals grosse Angebote dankend ab, die ihn dieser künstlerischen Freiheit „beraubt“ hätten.

Wichtige Ausstellungen:

1979 Aargauer Kunsthaus, Aarau-CH

1980 Schweizerische Plastikausstellung, Biel-CH

1981 „Bildnis des Menschen unserer Zeit“, Bad Säckingen und Nürnberg-D

1991 „Visionäre Schweiz“, Kunsthaus Zürich, Zürich-CH

1992 Weltausstellung in Sevilla-S

1992 „Visionäre Schweiz“, Reina Sofia, Madrid-S

1992 „Visionäre Schweiz“, Kunsthalle Düsseldorf-D

1994 „Phantastische Kunst“, Kulturzentrum Zitadelle, Venedig-I

1995 Seedamm Kulturzentrum, Pfäffikon-CH

1995 Einzelausstellung im „down-town“ Bahnhof Stadelhofen, Zürich-CH

1997 „Na-Tour 97“ Skulpturenweg, Hitzkirch-CH

1998 „Faden der Adriadne“, Neustadt-D

1998 Skulpturenweg Grauholz 98, Bern-CH

2001 „Bank Art“ Zürich’01, 2. Preis, Zürich-CH

2001 Skulpturenausstellung, Kulturpalast Reineck-D

2003 Einzelausstellung, Museum des Kantons Glarus, Näfels-CH

2004 Einzelausstellung, Outdoor Galerie Schoeneck, Riehen/Basel-CH

2006 „Der andere Bruno Weber“, Kulturforum Dietikon-CH

2005 „Phantastische Welten“ Zitadelle Spandau, Berlin-D

2011 Gedenkausstellung Bruno Weber, Herrenhof, Musbach/Weinstadt-D

2013 Max Gubler – Bruno Weber „Zwei grosse Schweizer Künstler im Limmattal“,
Bilderausstellung im Bruno Weber Park, Spreitenbach-CH

News

Bruno Weber Park

Adresse:
Weinrebe 3
CH-8953 Dietikon

Öffnungszeiten:
Mittwoch, Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
an Feiertagen